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Heimatstube Drucken

Volker in der Heimatstube1879 hat die Gemeinde Exten auf Anordnung der Regierung in Kassel auf dem Anger eine neue Schule gebaut. 1877 kaufte die Gemeinde von Colon Brockmeier Nr. 8 Land auf der Kirchbreite und tauschte  es mit der Kirche gegen einen Bauplatz am Anger, der bis dahin Pfarrwitwengarten war.


Martina und Bianca1973 beschloss der Gemeinderat auf Initiative des damaligen Bürgermeisters Heinz Maack die Einrichtung der Heimatstube Exten, die in zwei Klassenräumen der ehemaligen Schule am Anger untergebracht wurde.

Am 11. Februar 1978 wurde die Heimatstube Exten offiziell von Heinz Maack eingeweiht. Neben zahlreichen Exponaten hat hier inzwischen auch das Dorfarchiv mit umfangreichem Schriftgut seinen Platz gefunden. Insbesondere die Korbmacherei, aber auch andere Handwerke, wie Tischler, Stellmacher, Schuster, Schneider, Maler, Sattler, Bäcker und die Utensilien der letzten Exter Poststelle werden in der Heimatstube umfangreich präsentiert.



Beratung in der HeimatstubeChristoph beim fotografieren einer KarteMuseum Heimatstube
Am Anger 2
31737 Rinteln / OT Exten     

Tel. 05751 / 2401
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Öffnungszeiten: 1. und 3. Sonntag im Monat: 10:00 - 12:00 Uhr und nach Vereinbarung
Eintritt: frei

 


 

ImageNeueste Attraktion in der Heimatstube Exten ist die Vorführung eines 20 minütigen Filmes. Dieser zeigt das alte Handwerk der Korbmacherei, das lange Zeit den Alltag längst vergangener Tage vieler in Exten ansässiger Familien geprägt hat. Weidenkörbe wurden für viele Zwecke gebraucht. In der Landwirtschaft und in der Forst als Pflanzkörbe und Transporthilfen allerlei Güter und Gegenstände, in der Fischerei als Fischkörbe, in den Kriegsjahren als Granaten – und Geschosskörbe und in den Zeiten der aufblühenden Wirtschaftswunderjahre als Flaschenkörbe für die nahe gelegenen Glashütten Stoevesandt in Rinteln und Heye in Obernkirchen. Weidenkörbe sind aufgrund des beständigen Naturmaterials, aus dem sie gemacht werden, leicht, langlebig und fast unverwüstlich. Wie kam es nun zu diesem Film und was ist das Besondere daran? Im Frühjahr vergangenen Jahres besuchte eine Abordnung der Rintelner Stadtrates, unter ihnen Bürgermeister Karl Heinz Buchholz und Heinrich Schmidt, ehemaliger Ortsbürgermeister von Exten und Ratsmitglied der Stadt Rinteln das Westfälische Landesmuseum für Industriekultur - Glashütte Gernheim bei Petershagen an der Weser. Dort fiel den Beiden die Vorführung eines Filmes auf, der die Korbmacherei zeigt. Nicht irgendeines Filmes, denn der Hauptdarsteller war der Korbmacher Wilhelm Möller aus Exten. Wilhelm Möller zeigt akribisch genau Schritt für Schritt, wie ein Weidenkorb - ein Flaschenkorb entsteht, den die Glashütten zum Transport der dort produzierten Glasflaschen in großer Zahl gebraucht hatten. Bei dem Besuch bat Herr Buchholz Herrn Frieder Korff, einem ehemaligen Rintelner Ratsmitglied und jetzt leitendem Mitarbeiter des Museumsbetriebes in Gernheim, um eine Kopie des Filmes. Nach kurzem Interessenaustausch wurde man sich einig und der Heimatverein Exten bekam ein Exemplar ausgehändigt das jetzt auch in Exten gezeigt werden kann.

ImageDer Film war aufwendig vom Westfälischen Industriemuseum Dortmund im Jahre 1994 gedreht und produziert worden, allerdings nicht vertont, was zur Folge hatte, dass die gezeigten Arbeitschritte, die verwendeten Materialien und Werkzeuge nur Kennern bekannt waren und der Film dadurch nicht so aussagekräftig ist. Das war für Bernd Kirchhoff und Christoph Ehleben Anlass die Wintermonate zu nutzen, um sich über eine informative und gleichermaßen spannende Nachvertonung Gedanken zu machen. Rasch wurde der noch in Exten aktive Korbmacher Heinrich Edeler hinzugezogen um Fachbegriffe, Arbeitsabläufe und Werkzeuge zu erklären. Ein grober Entwurf entstand. Bald darauf konnte Christoph Ehleben die Sängerin, Sprech- und Stimmtrainerin Julia Kokke aus Trier gewinnen, mit ihm gemeinsam den Text professionell für die bevorstehende Vertonung in einem Tonstudio aufzubereiten. Julia Kokke, die lange Zeit für Fernsehproduktionen wie ARD Buffett oder das ZDF-Kinderfernsehen gearbeitet hat, war dann auch noch bereit selbst ihre Stimme einzubringen, um Textzeile für Textzeile in perfektem Klang und sauberer Rhetorik sekundengenau dem Film anzupassen. Schließlich nahmen Bernd Kirchhoff und Christoph Ehleben die Nachvertonung und den Zusammenschnitt des Filmes vor. Das Ergebnis kann sich sprichwörtlich sehen und hören lassen und wird ab sofort in der Heimatstube in Exten zu den jeweiligen Öffnungszeiten vorgeführt.

 


aus der Schaumburger Zeitung:

Zum Andenken an die Geschichte: Grundschule Exten bekommt Zeittafel
 
Heimatgeschichte kann auch Spaß machen: Zur Erinnerung an viele Museumsbesuche stiften Christoph Ehleben und Bernd Kirchhoff vom Heimatverein der Grundschule Exten eine Zeittafel. Foto: sku Exten (sku). Wer denkt, ein Besuch im Heimatmuseum kann nur langweilig sein, der sollte mal die Drittklässler der Grundschule Exten befragen. Die fanden ihre Ausflüge in die Heimatstube in Exten alles andere als trocken und öde. Um das Leben und Arbeiten um die vorletzte Jahrhundertwende besser kennenzulernen, verbrachten Lehrerin Heike Frevert von der Grundschule und ihre Schüler einige interessante Stunden in der Extener Heimatstube. Heimatgeschichte kann auch Spaß machen: Zur Erinnerung an viele Museumsbesuche stiften Christoph Ehleben und Bernd Kirchhoff vom Heimatverein der Grundschule Exten eine Zeittafel. „Am besten hat den Kindern gefallen, dass sie die vielen alten Dinge dort anfassen und ausprobieren konnten“, erzählt Frevert. Ihr sei wichtig, dass Kinder alte Lebensweisen nicht nur erzählt bekommen, sondern auch ein Stück weit selbst erfahren könnten. Die Führungen durch das Heimatmuseum, in dem allerlei Exponate aus der Dorf-, Vereins- und dorfeigenen Handwerksgeschichte zu sehen sind, übernahm dabei Heinz Siebert, seines Zeichens früher selbst einmal Lehrer. Zum Andenken an ihre Besuche haben nun Christoph Ehleben und Bernd Kirchhoff vom Heimatverein Exten der Grundschule und ihren Kindern eine Zeittafel geschenkt, die im Rahmen der Ortsteilpräsentation Ende August entstanden ist. Sie zeigt die wichtigsten Daten der Dorfchronik von Exten. Die Tafel soll jetzt in der Grundschule Exten einen geeigneten Platz finden und somit die Schüler an ihre spannenden und lehrreichen Besuche im Heimatmuseum erinnern.

 
Bild oben: Heimatgeschichte kann auch Spaß machen: Zur Erinnerung an viele Museumsbesuche stiften Christoph Ehleben und Bernd Kirchhoff vom Heimatverein der Grundschule Exten eine Zeittafel. Foto: sku
© Schaumburger Zeitung, 24.09.2009
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